Archiv für November, 2010

Die Wettervorhersage aus verschiedenen Quellen

Da ist zum einen der gute alte Wetterfrosch: In einem alten Einweckglas gefangen, muss der kleine Lurch – ein grüner Laubfrosch – das Wetter vorhersagen: Klettert er die Leiter hinauf, steigt das Wetter, bleibt er am Boden, inmitten des frischen Grases, das man ihm als Belohnung für seine Arbeit immer wieder reicht, ist von schönem Wetter keine Rede mehr. Diese Methode der Wettervorhersage ist nicht zuverlässig; zudem ist es für manche Tierquälerei, den Frosch gefangen zu nehmen und zu halten. Der vom Aussterben doch sehr bedrohte Laubfrosch ist in der Natur wohl besser aufgehoben, vor allem, weil es ja andere Methoden gibt, das Wetter vorhergesagt zu bekommen.

Manchen Menschen reichen ein Klopfen und ein Blick auf ihr Barometer zu Hause. Mehr wollen sie gar nicht wissen. Die Nadel gibt Auskunft darüber, ob sich das Wetter verbessert oder verschlechtert. Solche Barometer gibt es heute auch in digitaler Form, in elektronischen Wetterstationen, welche die Raumtemperatur, mit einem extra Fühler auch die Außentemperatur anzeigen. Eine Vorhersage ist auch mit einer solchen eigenen Wetterstation nicht wirklich umfassend möglich.

Wer eine explizite und ausgedehnte Wettervorhersage für eine bestimmte Region, zum Beispiel den Urlaubsort, haben will, muss sich auf die Meteorologen verlassen, die ihr Wissen täglich in den Nachrichten in TV und Radio, aber auch im Internet preisgeben. Die Laune verderben darf man sich trotzdem nicht gleich lassen – auch wenn es heißt, Niederschlag und Kälte. Vielleicht kommt es ja doch anders, als vorhergesagt, und es ist nicht annähernd so ungemütlich, wie die Wettervorhersage es behauptet hat. Nehmen muss man das Wetter ohnehin so, wie es kommt.

Müssen Kassenpatienten auf den Zahnarzt bis 2011 verzichten?

Über die Unterschiede, die die Krankenkassen und Ärzte zwischen Kassenpatienten und Privatversicherten machen, wird schon immer viel und heftig diskutiert. Seitdem die Zahnärzte und Hausärzte mit einem bestimmten Budget auskommen müssen, drängt sich für manche Medien, aber auch für den einen oder anderen Patienten der Verdacht auf, man müsse Privatpatient sein, um noch eine wirklich ausgewogene Behandlung zu bekommen. Nein, es wird nicht an den Behandlungen im Schmerzfall gespart. Es geht um die Untersuchungen und Therapien, die verschiebbar sind: Die Laboruntersuchung, der Vorsorge Check beim Zahnarzt, und andere Dinge, die eben nicht akut sind, sondern ein wenig warten können.

Ein Anruf beim Zahnarzt, bezüglich der halbjährlichen Kontrolle, könnte mit folgendem Ergebnis enden: Leider sind in diesem Jahr keine Termine mehr frei. Soll heißen: Unser Budget ist bereits überschritten, wir wollen aber nicht umsonst arbeiten, weswegen wir Sie in diesem Jahr nicht mehr behandeln. So, wie zum Beispiel das Polieren der Zähne in gewissen Fällen selbst bezahlt werden muss, kann man hier nicht auf das Entgegenkommen des Zahnarztes hoffen. Also hilft nur der Versuch, einen anderen Zahnarzt zu finden, oder eben das Warten auf den Termin Anfang des nächsten Jahres. Für Privatversicherte gilt dies, wie in so vielen Fällen, wieder einmal nicht. Sie bekommen ihre Termine und werden oft sogar ohne Termin bevorzugt aus dem Wartezimmer gerufen. Auch eine Arztpraxis ist eben ein Wirtschaftsunternehmen und kann nicht überleben, wenn sie ihre Arbeitsleistung nicht bezahlt bekommt. Sowohl bei den Krankenkassen, als auch bei den Ärzten müsste eine Neuregelung des Gesundheitswesens greifen, die den Kassen sparen hilft, aber die Ärzte und Patienten nicht entrechtet.