Freizeit und Pflichten für Kinder
Die Freizeit unserer Kleinen ist ein wichtiges Thema, bei dem Eltern vieles verkehrt machen können. Die Kinder kommen aus dem Kindergarten oder aus der Schule und dann wollen sie, spätestens nach den Hausaufgaben, beschäftigt sein. Sie brauchen natürlich eine Aufsicht, mit zunehmendem Alter aber immer weniger. Bereits vom Babyalter an sollte man ihnen ein gewisses Angebot, aber zugleich auch einen gewissen Freiraum anbieten.
Wichtig ist es, einen gesunden Mix aus allen Alternativen zu schaffen. Ein Schüler kann nicht den ganzen Tag lernen und Pflichten wahrnehmen. Auch, wenn es in der Schule anstrengende Phasen gibt, muss man es den Kindern zugestehen, einmal eine Stunde durchatmen und abschalten zu können. Auch das Angebot an zusätzlichen Kursen und Attraktionen darf nicht übertrieben werden. Ein Kind, das schon an einem Karatekurs oder Ballettstunden teilnimmt, kann nicht zugleich noch ein Instrument erlernen, Nachhilfe in einem schwachen Schulfach nehmen und andere Veranstaltungen als Pflicht haben. Da müssen Vater und Mutter den eigenen Ehrgeiz zurückschrauben und vor allem auf das Kind hören, das sehr deutlich seine Wünsche äußern wird und auch mitteilt, wann es überfordert ist. Leistungsdruck ist schädlich für Kinder und bewirkt eigentlich das genaue Gegenteil. Im vernünftigen Rahmen auch für – für die Kinder attraktiven – Freizeitbeschäftigungen Verständnis zu haben, gehört dazu. Die Spielekonsole, ein Buch, der Besuch bei Freund oder Freundin: Das motiviert, die Schule nach den Möglichkeiten gut zu absolvieren und altersgemäß auch noch etwas nebenbei leisten zu können.
Auch Kinder brauchen Auszeiten, das mahnen nicht nur Experten an. Am Mittag, wenn die Schule beendet ist, ein Essen und eine halbe Stunde gemütliche Auszeit: So gehen die Hausaufgaben viel leichter von der Hand und macht auch alles andere Spaß. Leider gibt es durchaus Kinder, die schon einen Terminplan haben, gefüllt mit allerlei sinnvollen Dingen, der kaum zu meistern ist.