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Kann der FC Bayern die Saison noch retten?

Etwas vom Erfolg der letzten Bundesligasaison verwöhnt sind die Spieler und die Vorstände vom FC Bayern München ja bestimmt. Haarscharf am so heiß begehrten Triple vorbei beendeten die Spieler rund um den niederländischen Trainer Louis van Gaal das letzte Jahr. Seither scheint bis auf einige Pflichtsiege nichts mehr zu klappen. Sogar der traditionelle Besuch auf dem Oktoberfest wurde den Spielern verwehrt und stattdessen ein Training, sozusagen als Strafe, anberaumt. Zähneknirschend versuchen alle Verantwortlichen, die Ausreden für Unentschieden oder Niederlage zu verkaufen. Nur über Siege, über den Glanz der letzten Monate, hört man nicht sonderlich viel.

Die Diskussionen über die Spieler und den Trainer halten sich vergleichsweise in Grenzen. In anderen Vereinen hätte man schon lange gehandelt. Van Gaal ist zuversichtlich, die Verbesserung der Ergebnisse bald einleiten zu können. Er weiß, dass der FC Bayern siegen kann, gab er in einem Interview an. In der Champions League schlagen sich die Bayern tapfer: Hier ist man auf dem besten Wege, das Achtelfinale zu erreichen. Nun gibt es zu allem Druck auch noch Diskussionen um einen Wechsel von Demichelis, nachdem der Herbstmeister feststeht und die winterliche Pause beginnt. Der argentinische Nationalspieler will nicht länger auf der Bank auf Einsätze warten. Gegen Hamburg will man nun auf jeden Fall siegen, das steht fest. Die Fans drücken die Daumen und warten schon auf das Spiel, das hoffentlich wieder ein wenig Schwung in die Mannschaft bringen wird. Vielleicht fehlt ja wirklich nur der Stein des Anstoßes, um die Bayern wieder auf Erfolgskurs und vielleicht sogar in Richtung Meisterschaft zu bringen.

Und immer wieder Theo Zwanziger

Aus dem deutschen Sport, vor allem im Bereich Fußball, ist der Name von Theo Zwanziger nicht mehr wegzudenken. Nun soll der Sportfunktionär und Präsident des Deutschen Fußballbundes ja bald wieder gewählt werden. Er gibt die Fäden also nicht aus der Hand.

Die passive Karriere im Fußball begann für den Abiturienten aus dem Jahr 1965 als Vorstand seines Heimatvereins, des VfL Altendiez. Hier hatte er auch seine aktiven Jahre, die allerdings nicht von höheren Erfolgen gekrönt waren. Nach einer Zwischenstation als Vorsitzender des Rheinländischen Fußballbundes wurde Theo Zwanziger dann zusammen mit Mayer-Vorfelder in einem Doppelamt der Präsident des DFB. Bei der nachfolgenden Wahl trat Mayer-Vorfelder nicht mehr an; Theo Zwanziger ist also seit 2006 alleiniger Präsident des Fußballbundes. Nur die hartgesottenen Fußballfans kennen die Vorgeschichte des Sportfunktionärs. Er hat seit 1978 einen Doktortitel in Jura inne und konnte sich so in den Anfangsjahren auch um die rechtlichen Belange des DFB kümmern.

Zum Vorteil gereichte Theo Zwanziger seine juristische Vorbildung auch in seinem Rechtsstreit gegen einen Journalisten, der ihn wörtlich als unglaublichen Demagogen bezeichnet hatte. Nach mehreren Instanzen vor Gericht wurde hier eine außergerichtliche Einigung erzielt; ein Schauspiel für die Medien, das kräftig für Publicity ausgenutzt wurde. Der DFB Vorsitzende engagiert sich im Besonderen für den Fußball behinderter Menschen und lebt glücklich mit seiner Frau und zwei Söhnen, von denen einer als Manager der Damenmannschaft in Hoffenheim vorsteht und somit auch in Sachen Karriere in seine Fußstapfen tritt. Die Wiederwahl von Theo Zwanziger ist so gut wie sicher, das steht anlässlich des DFB Bundestages schon so gut, wie fest.