Endlich den Führerschein: Kleinwagen oder größeres Modell?

Schon lange, bevor die Führerscheinprüfung ins Haus steht, haben Jugendliche so ihre Wünsche, was das künftige eigene Auto angeht. Doch bei der Auswahl der eigenen Autos spielen bekanntlich mehrere Faktoren eine Rolle. Selbst wenn man nicht studiert und damit kein eigenes Einkommen hat, sondern eine Lehre macht oder sogar schon im Berufsleben steht, sind die eigenen Ersparnisse meist eher schmal, manchmal auch gar nicht vorhanden. Oft sind es Eltern und Großeltern, die das Sparguthaben erhöhen, damit der Junior ein Auto kaufen kann. Doch welches Modell soll dies dann werden? Ist es klüger, ein neueres, kleines Auto zu kaufen, oder soll das vorhandene Budget lieber auf einen größeren, dafür älteren Wagen verwendet werden?

In der Regel haben junge Menschen nur selten so viel zu transportieren, dass ein günstiger Kleinwagen nicht ausreichen würde. Günstig ist hier in mehreren Deutungen zu sehen; diese Beschreibung kann sich auf den Anschaffungspreis, aber auch auf die Unterhaltskosten beziehen. Ein kleines, noch nicht sehr altes Fahrzeug hat einen modernen Motor, der wenig Sprit verbraucht. Das bedeutet, die Fahrten sind günstiger. In der Steuer zahlen sich neue, schadstoffarme Fahrzeuge auf jeden Fall aus; der alte Diesel kostet hier deutlich mehr, als der Jahreswagen als Benziner – auch, wenn die Anschaffungskosten zum Beispiel für den Golf II Diesel kaum der Rede wert sind.

Ein Kleinwagen neueren Datums kostet, etwa als Tageszulassung, deutlich mehr – dafür ist er in beinahe allen Belangen günstiger im Unterhalt. Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Sicherheit beim Fahren. Wo der alte VW noch keinen Airbag, kein ABS und andere Sicherheitstechnik eingebaut hat, kann man beim modernen Auto schon von serienmäßiger Ausstattung in dieser Hinsicht ausgehen. Vor allem bei jungen Menschen, die zum Beispiel zur Uni oder zum Arbeitsplatz viele Kilometer unterwegs sind, ist dieser Faktor nicht unwichtig und sollte zumindest in die Überlegung, welches Auto für den Fahranfänger ausgewählt wird, mit einbezogen werden.

Sich mit 18 Jahren wegen einem Neuwagen zu verschulden, ist gefährlich – und oft auch kaum machbar, denn die Banken halten nicht viel davon, einem Studenten mit Gelegenheitsjob einen Kredit zu geben. Da sollte dann doch nach einem vernünftigen Gebrauchtwagen gesucht werden – und das ist mit Sicherheit nicht der dicke BMW oder der Roadster, von dem man als 16-jähriger noch geträumt hat

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