Grippewelle steht vor der Tür

Wie jedes Jahr ist schon im Herbst ein Anstieg der Erkältungsfälle zu verbuchen. Über den Winter nimmt diese Zahl weiter zu, wobei eine Erkältung, so schlimm sie sich auch bemerkbar macht, nicht mit einer Grippe gleichzusetzen ist. Eine Erkältung ist bakteriell verursacht, während die Gripp von Viren ausgelöst wird. Die Symptome unterscheiden sich nicht immer so deutlich; der Begriff Grippe hat sich also auch für eine Bronchitis, für einen Schnupfen und andere Erkrankungen der Atemwege eingebürgert. Die Übertragungsmöglichkeiten sind in beiden Fällen ähnlich: Tröpfcheninfektion ist ein mittlerweile bekannter Fachausdruck, der hier verwendet wird. Es reicht aber auch schon, in der Straßenbahn einen Haltegriff anzufassen, den vorher ein Mensch berührt hat, der krank war, beziehungsweise der die Ansteckungsphase noch nicht überwunden hat.

Während man einer Grippe in gewisser Weise durch eine Impfung vorbeugen kann, muss eine schwere Erkältung aufgrund ihrer bakteriellen Herkunft mit Antibiotika behandelt werden. Die Impfung gegen Grippe ist der Problematik unterlegen, dass sich die Viren stets verändern und deshalb nicht umfassend eine Immunisierung vorgenommen werden kann. Manche Menschen sollten sich auch nicht gegen Grippe impfen lassen. Bei Schwangeren und chronisch Kranken scheiden sich die Geister, wann die Impfung sinnvoll ist und wann nicht. In Deutschland und überall auf der Welt sterben an der Grippe Jahr für Jahr viele Menschen. Dies sind nicht die Opfer der von den Medien viel beachteten Schweinegrippe oder Hühnergrippe, sondern der „ganz normalen“ Grippeerkrankung, die bei zu später oder fehlender Behandlung durchaus einen tödlichen Verlauf nehmen kann. Auch Folgeerkrankungen können der Fall sein: „Das schlägt sich aufs Herz“ ist eine Warnung, die gerne ausgesprochen wird, wenn jemand sich weigert, den Arzt aufzusuchen und sich Medikamente verschreiben zu lassen.

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